Die Gewichtsverschiebung zwischen ParÂlament und Bundesrat laufe dem verfassungsmässigen Konzept des schweizerischen Staatsaufbaues «stracks zuwider», warnte ÂNationalratspräsident Anton Muheim bei seinem Amtsantritt die Ratskollegen. Denn: Es könne nicht bestritten werden, dass «die eidgenössischen Räte ihre staatsrechtliche Vorrangstellung gegenüber der Regierung zum grossen Teil eingebüsst haben». Staatsrechtsprofessor Kurt Eichenberger diagnostizierte die Leiden des helvetischen Milizparlamentes als «Zeitnot», «Sachkundenot» und «Bewertungsnot», und der Politologe Leonhard Neidhart sieht die AmateurparlamenÂtarier «zu einer Schnellberatung derjenigen Tagesordnung ver ...