Herr Ahnlund, Ihrer Meinung nach zerstörte die Schriftstellerin Elfriede Jelinek die Würde des Nobelpreises. Warum?Ihr Gesamtwerk ist schrecklich langweilig. Eine völlig ungegliederte Masse von Worten. Und dazu aggressive Pornografie, die nur mit ungenügenden Argumenten vorgibt, Antiporno zu sein.
Und was halten Sie vom diesjährigen Preisträger Harold Pinter?Ich hielt ihn von Anfang an für keine gute Lösung. Er ist ein Secondhand-Dramatiker, eine Art Billigausgabe von Beckett oder Ionesco. Seine Stücke sind eher prätentiös als faszinierend. Und für mich gehört politische Verrücktheit nicht zu den Verdiensten eines Schriftstellers. Zwischen politischer Vernunft und ästhetischem ...