1870 widmete sich der deutsche Chemiker Erich von Wolf einem schillernden Familienmitglied der Fuchsschwanzgewächse: dem Spinacia oleracea, im Volksmund schlicht Spinat genannt. Mit Forscherfleiss und Präzision war er am Werk, doch dann, in einer Sekunde der Unachtsamkeit, unterlief ihm ein Kopierfehler. Statt den (akkurat gemessenen) 5 Milligramm Eisen pro 100 Gramm Spinat notierte er einen Gehalt von 50 Milligramm, was der zehnfachen Konzentration von Eisen in Fleisch entspricht und den Spinat mit einem Federstrich zur ultimativen Kraftnahrung machte.
Die Folgen waren traumatisch, besonders für jene Generationen von Kindern, die man fortan in qualvollen Tischritualen zum Verzehr des gr ...