Vor ein paar Jahren sass ich mit dem Präsidenten der Europäischen Kommission, José Manuel Barroso, bei einem Abendessen. Zur Diskussion stand die Zukunft der «Europäischen Verfassung». Es war Frühling 2005, im Sommer sollte über das gewaltige Dokument von über 200 Seiten abgestimmt werden. Nur die indische Verfassung war noch länger. Barroso gab sich zuversichtlich. Vermutlich sah er sich bereits unter wehenden Fahnen bei der feierlichen Unterzeichnung.
Allerdings zogen am Horizont die ersten Gewitterwolken herauf. In den Parlamenten der EU-Mitgliedstaaten war die Zustimmung gross. Sogar eine erste Volksabstimmung in Spanien war erfolgreich, was allerdings nicht weiter verw ...