Das posaunistische Nonplusultra war seine Gruppe Slideride, das A-capella-Quartett mit den Kollegen Craig Harris, George Lewis und Gary Valente. Aber Ray Anderson reicht ganz allein für diesen Superlativ aus. Der 1952 in Chicago geborene Posaunist ist ein so vielseitig sprühender Charakter, dass er in der Einzahl gar nicht zu fassen ist. In ihm haben alle Facetten des schwierigen Instruments Platz – die ans Herz greifende butterweich sangbare (die Filiation Jack Teagarden – Tyree Glenn – Urbie Green) wie die raue und angriffige, die sich aus dem New-Orleans-Stil (Kid Ory) bis in den Free Jazz (Roswell Rudd) fortsetzte. Anderson, der unter anderem im Umfeld der Chicago-Avantgarde AA ...