Mit dem Zahnarzt unterhält man ja eher selten einen Kontakt, der über das Berufliche hinausgeht. Bei meinem ist das anders. Er mag gute Weine, vor allem aber ist er ein gigantischer Jazzfan, mit einem weit in Rock, Pop und Klassik ausschweifenden Interesse. Dementsprechend angenehm sind die Sessions bei ihm. Zu einer Coltrane-Scheibe in Fortissimo wird sogar eine Wurzelbehandlung zum Vergnügen. Einen blinden Fleck hat er allerdings in seinem sonst grenzenlosen Horizont: Er mag keine Posaunen. Damit ist er in bester Gesellschaft. «Ich kann mir wirklich nicht vorstellen, was mich zur Posaune zog. Sie ist das undankbarste, unbeholfenste, tierisch härteste Instrument.» Sagte J. J. Johnso ...