Der Schneider der italienischen Fussballnationalmannschaft sei in eine grosse Schaffenskrise geraten, sagte Zdenek Zeman im Sommer 1998, damals Trainer bei der AS Roma. Der arme Kerl wisse ja nicht mehr, wie er die Profis einkleiden solle. «Jackett und Hemd sind meistens small oder medium, Hosen immer XXX-large.» Folge einer missratenen Entwicklung: «Fussballprofis sind heute öfter in der Apotheke anzutreffen als auf dem Trainingsplatz.» Die Oberschenkel gewisser Nationalspieler, viele bei Juventus Turin unter Vertrag, gingen auf «wie Brotteig».
Seine Dopingvorwürfe brachten Zeman viel Missgunst ein. Gianluca Vialli, einer jener Juve-Profis mit Beinen wie ein Gewichtheber, bezeichnet ...