Preisgekrönte Lügenpresse
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Die Weltwoche

Preisgekrönte Lügenpresse
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Szene

Preisgekrönte Lügenpresse

Je erlogener die Story, desto beeindruckter die Preis-Jurys. Für Lügengeschichten winken Ansehen und Geld. Vor allem beim Zürcher Journalistenpreis.
1986 empfing Klaus Vieli den mit mehreren tausend Franken dotierten Zürcher Journalistenpreis. Zuvor war Vieli dadurch aufgefallen, dass er splitternackt in einem linksextremen Alternativblättchen posiert und ein von A bis Z fingiertes Interview mit Bundesrat Kurt Furgler publiziert hatte. Später ging er als Redaktionsleiter zu «10 vor 10», wo er dem Publikum einen frei erfundenen Abschiedsbrief des Amokmörders in einer Fi­liale der Zürcher Kantonalbank präsentierte. Niklaus Meienberg machte Furore mit ­einer Artikelreihe über General Ulrich Wille in der Weltwoche. Er schrieb über Wille: ­«Senil werden ist keine Schande, aber senile Generäle sind gefährlicher als senile Proku ...
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