Herr Boselli, zu belanglosen People-Themen wie dem «Dschungelcamp» darf sich Ihre Leserschaft online äussern, nicht aber zum Asylwesen oder zum Islam. Dort ist die Kommentarfunktion in der Regel ausgeschaltet. Scheuen Sie die freie Meinungsäusserung?
Überhaupt nicht. Wir unterdrücken auch keine Debatten. Wir haben rund zwölf- bis fünfzehntausend Kommentare pro Tag und publizieren zirka zwei Drittel davon. Wir gehen heikle Themen an – aber anständig, nämlich journalistisch.
Die Weltwoche hat von einer Kultur der Feigheit gesprochen.
Wir lassen auch jetzt noch Debatten zu, aber nach Köln hatten wir eine Eruption von Hasskommentaren, die uns selber überrascht hat. Es gab schon v ...