Prinzenrolle
Zum letzten Werk, «Musicology» (2004), schrieb das New York Magazine: «Aufregend, elektrisch – Prince steuert einer nächsten Klimax entgegen.» Das sind wir von ihm gewohnt: eine Karriere aus Songs, die immer kurz vor dem Höhepunkt stehen. Jedes Lied eine zärtliche oder ungeniert rabiate Fortpflanzungsbewegung. So was bekommt der Welt ungemein, muss man anmerken. Sein letztes bestes Album war aber nicht das letzte, sondern das vorletzte, das unabhängig vertriebene und darum pressevernachlässigte «Rainbow Children». An dessen Innigkeit erinnert auf «3121», der neusten Scheibe, der Song «The Word». Und ans Frühwerk «Controversy» erinnert «Lolita». Auch Füllst ...