Achtung, Sie betreten dünnes Eis! Sind wir ja gewohnt, sagt der Jazz-Habitué, der allemal zwischen Kunst als Anstrengung und Kunst als Vergnügen oszilliert (und dem Anstrengenden, das Spass macht, und dem Trivialen, das ihn ins Grübeln bringt). Doch hier begeben wir uns auf besonders riskantes Gelände: das sumpfige Gebiet des männlichen Jazzgesangs. Jazz. Nicht Blues, nicht Rock, nicht Soul, nicht Folk, nicht Autoren-Song (obwohl dazwischen, zugegeben, die Hasen von einem Grenzstreifen zum andern wechseln). Jazzgesang, wie die Kunst von Sarah Vaughan, Billie Holiday, Carmen McRae, Betty Carter, Shirley Horn Jazzgesang war. Nur eben mit Stimmbruch. Wie viele Sänger fallen uns ...