Herr Doldinger, was empfinden Sie, wenn Sie sonntags um 20.15 Uhr Ihren FernÂseher einschalten?
Ich freue mich, dass meine «Tatort»-Vorspannmusik sich seit 1970 hält und die Leute bis heute anspricht. Es will ja schon etwas heissen, dass man als Komponist diese dreissig Sekunden Musik nach 41 Jahren noch anhören kann, ohne schamrot werden zu müssen.
Wie kamen Sie zu dem Auftrag?
Ich hatte die Erkennungsmelodie für die Einführung des Farbfernsehens in Deutschland geschrieben. Deshalb hatte man mich auf dem Radarschirm, als der WDR eine auf zehn Teile angelegte Krimiserie namens «Tatort» produzierte. Ich wurde in einen Schneideraum geführt, schaute mir mit einer Stoppuhr in der Han ...