Die Schlagzeile auf der Frontseite des Zürcher Tages-Anzeigers war fett und euphorisch. «Studie zeigt: Behinderte Kinder lassen sich bestens in ‹normale› Klassen integrieren», stand dort zu lesen, untermauert von einem Kommentar, einem weiteren Beitrag sowie einem Interview mit einer Mutter eines dreizehnjährigen Mädchens mit Down-Syndrom, das eine normale Klasse besucht.
Die Botschaft der journalistischen Offensive zum Jahresende war klar: Die sogenannte Integration behinderter Kinder in Regelklassen stelle kein Problem dar, im Gegenteil, sämtliche Beteiligten profitierten davon. Beim Leser musste der Eindruck eines Scheinproblems entstehen, das mit Vorliebe rückwärtsgewandte ...