Künstler gibt’s, die nimmt deshalb keiner wahr, weil sie zu wenig produzieren. Die zweite Sorte fällt nicht auf, weil sie zu viel veröffentlicht. Kaum ist eine CD erschienen, wird sie von der nächsten erschlagen. Zu dieser Kategorie gehört ein sonst eher zurückhaltender Professor aus Frosinone bei Rom, ein in mancher Hinsicht kultivierter Mensch, 1949 geboren.
Seit den siebziger Jahren schlägt er berufsmässig das Pianoforte, und zwar in dem Bereich, der seit Bill Evans und Keith Jarrett klassisch geworden ist: dem Jazz, den wir etwas ungerecht als «Mainstream» bezeichnen. Der Ausdruck meint gemeinhin eine Musik, die keinem wehtut, weil sie mehr Erwartungen erfüllt als weckt. Doc ...