Arthur Miller («Tod eines Handlungsreisenden») bezeichnete mal das amerikanische Drama als «Dokumentation über Menschen, denen ihre Wünsche versagt bleiben». Auf den ersten Blick könnte man meinen, die Traumfabrik habe diesen Befund genau ins Gegenteil verkehrt: Sie erzählt nur Erfolgsstorys, den American Dream unterfütternd. Aber der erste Blick ist trügerisch, nur weil die USA keine Tragödie kennen. Aufgrund ihrer Struktur sind alle Menschen gleich, also gibt es keine Fallhöhe. Niemand kann, wie Shakespeares Könige, tief stürzen. Miller widersprach dem Befund vehement. Die Fallhöhe gibt es auch hier; nur hat sie sich ins Innere, in die Vorstellungswelt der Helden verlagert u ...