Von jeher beruht die Wirkung biologischer Kriegführung nicht nur auf den Effekten von Seuchen, sondern ebenso auch auf den Angstfantasien, die sich damit verbinden. Der konventionelle Krieg ist sichtbar und hörbar, er dringt in alle Sinne. Dies ist im biologisch geführten Krieg nicht der Fall: Er ist unsichtbar und weder zu hören noch zu riechen. Heimlich schleicht sich die tödliche Gefahr heran – so funktioniert das Angst-Phantasma, das von biologischer Kriegführung ausgeht. Das letzte Beispiel dafür war die hysterische Reaktion der amerikanischen Öffentlichkeit, als nach den Anschlägen vom 11.9. auch noch Briefe mit dem Milzbranderreger Anthrax auftauchten.
Menschenansammlungen, ...