Der Aargauerplatz in Aarau ist eine unbehagliche Steinwüste. Klassizismus und Verwaltungsmoderne prallen hier so lieblos aufeinander, dass es wehtut. Über die nahe Kreuzung rumpeln Lastwagen, das Café an der Ecke gibt sich rustikal. Der Ort ist wie eine Select Ultra: kein Geschmack, viel Gestank und durch und durch schweizerisch. Dies galt zumindest bis vor kurzem.
Mit dem eben fertig gestellten Erweiterungsbau für das kantonale Kunsthaus ist es den Basler Architekten Herzog & de Meuron gelungen, einen Akzent zu setzen, der die Situation erheblich verbessert. Der neue Vorbau nimmt die Nüchternheit des 1959 errichteten Altbaus auf, erlaubt sich punktuell jedoch eine gewisse Exzentrik ...