Die St. Galler Lokremise ist in buntes Licht getaucht. «Cunny», «Pussy Hole», «Target», «Holy Meat» oder «Venus x Butterfly»: 1724 aus filigranen Neonröhren geformte Pussy-Wörter (Synonyme für das weibliche Geschlechtsteil) hängen von der Decke. Sie sind das Kernstück der Installation von Jason Rhoades «My Madinah». Ein ansprechend lichter Tempel, in dem weder Gott noch Allah, sondern einer pornografisch inszenierten Weiblichkeit gehuldigt wird. Badetücher und bunte Decken liegen auf dem Boden. Sie sind mit milchig weissen Spritzern bekleckert. Es ist offensichtlich: In Jason Rhoades’ Sex-Moschee wird nicht gebetet.
Pubertäre Fantasien, Testosteron-gefluteter Nonsens – ...