Was sind die drei Tenöre, ja die Tenöre überhaupt, gegen diesen einen, diesen einzigen Enrico Caruso? Das lässt sich nachprüfen, denn wie schrieb doch der berühmte Wiener Kritiker Julius Korngold 1921 nach dem Tod des 48-jährigen Sängers: «Caruso ist tot; der Rest ist – Grammophon.»
Zwanzig Jahre zuvor hatte Giacomo Puccini den aufsteigenden Stern begrüsst: «Wer hat mir DICH geschickt? Gott?» Wir müssen uns freilich bewusst bleiben, dass Puccini und wir nicht ganz das Gleiche hör(t)en. Was auf der Bühne geschah und was via Trichter produziert wurde, konnte unterschiedlich tönen, bestätigen historische Zeugen. Doch selbst die mechanisch aufgezeichnete und mit historischer ...