Seien wir ehrlich: Die meisten Schweizer Historiker halten wenig bis gar nichts davon, wenn man die Schweizer Geschichte 1291 beginnen lässt und die letzten 700 Jahre als mehr oder weniger kontinuierliche Entwicklung eines auf Freiheit und Demokratie codierten Kleinstaats deutet. An den historischen Fakultäten wird die Willensnation Schweiz gerne als Resultat des Wollens ausländischer Grossmächte interpretiert, als Willensnation der anderen. Auch der Berner Geschichtsprofessor André Holenstein, 58, argumentiert in diese Richtung, allerdings klug und interessant.
Er ist derzeit vermutlich der beste und bekannteste Vertreter der Sicht, die ich gar nicht teile, die er aber sehr gut begr� ...