Nie wurde in der Schweiz mehr Geld blockiert als im März 2004. 6,2 Milliarden Franken aus dem Umfeld des russischen Ölkonzerns Jukos liess die Bundesanwaltschaft einfrieren. Dennoch ist das Rechtshilfeverfahren keine Erfolgsgeschichte. Es wird zusehends zur Belastung für die Schweizer Justiz. Wurde das Land früher kritisiert, weil es zu wenig gegen Geldwäscherei unternahm, muss es sich heute gegen Vorwürfe wehren, zu eilfertig Rechtshilfe zu leisten. Es gibt immer mehr Hinweise darauf, dass sich das Bundesamt für Justiz und die Bundesanwaltschaft bei der Jukos-Affäre etwas arglos in eine politisch motivierte Strafuntersuchung haben hineinziehen lassen.
Letzter und härtester Beleg da ...