Über die vergangenen zwei Jahrzehnte sind die früher wenig bemerkenswerten Eröffnungsfeiern von Olympischen Spielen zu einem strahlenden Feuerwerk in der Ästhetik und Feier nationaler Identitäten aufgestiegen. Ende August 2016 zeigte Brasilien zum Auftakt seiner Selbstinszenierung satte Farben und weichkonturierte Formen, die vor allem Bilder aus dem tropischen, vom Amazonas und seinen Nebenflüssen beherrschten Norden heraufbeschwören sollten; Eindrücke aus den südlicheren Landschaften und Städten zwischen São Paulo und Porto Alegre folgten später und mit spürbar nachlassender Intensität. Die Präferenz entsprac ...