Animationsfilme, derzeit schwer in Mode, unterliegen leider den gleichen Kommerzbedingungen wie Realfilme: Sie müssen Konventionen gehorchen, das heisst: entweder Disney- oder Manga-Stil. Alles, was abweicht, hat kaum eine Chance. Der Franzose Sylvain Chomet (40) ging seine eigenen Wege, und sein Ergebnis ist beeindruckend. «Les Triplettes de Belleville», eine Burleske über einen Radrennfahrer und ein düsteres Stück frankophiler Comic Art. Irgendwo angesiedelt zwischen einem Jacques Tardi («Nestor Burma») und Pichard («Paulette»), schroff und kantig, erzählt der Zeichenfilm die irre Geschichte eines melancholischen Jungen, der von seiner Grossmutter, Madame Souza, adoptiert wird ...