Als schlaksiger Weisser hat man es im Rap- und Hip-Hop-Geschäft nicht leicht. In diesem von schwarzen Stereotypen durchdrungenen Genre geben muskelbepackte Getto-Boys den Ton an. Sie rappen in der Regel von stets paarungswilligen bitches, dicken Bankkonten, schäumendem Schampus und ultrateuren Autos. Gähn. Genau diesen Kitsch hat sich der irischstämmige Ben Haggerty alias Macklemore zunutze gemacht: Er positioniert sich in der exakt gegenüber liegenden Ecke des Rings und landet damit Treffer um Treffer.
Macklemores Songs handeln vom Leben im digitalen Zeitalter, in das er 1983 in Seattle als digital native geboren wurde. Er rappt über das urbane Leben, über liquor stores, die länger ...