Italiener, Deutsche, Franzosen hat es bereits getroffen. Diesmal sind es Südkoreaner. Seit sich der afghanische Präsident Hamid Karzai im März erpressen liess und fünf hohe Taliban im Tausch gegen einen italienischen Journalisten freiliess, haben die Gotteskrieger Blut gerochen. Der aktuelle Fall übertrifft alles Bisherige. Seit drei Wochen befinden sich 21 Südkoreaner in den Fängen der Taliban, 2 Geiseln wurden bereits hingerichtet, einige sollen schwer erkrankt sein. Die Krise ist längst über Kabul und Seoul hinausgewachsen und hat Washington erreicht. Dabei ist die Nachrichtenlage über Täter und Motiv äusserst konfus. Newsweek-Korrespondent und Weltwoche-Mitarbeiter Sami Yousa ...