Der Titel ist etwas irreführend. Zwar hat der deutsche Bassist Henning Sieverts zu seinem Trio (dem wendigen Christian Elsässer an den Keyboards und dem druckvollen Bastian Jütte an den Drums) vier Saxofonisten geladen, die alle auch mal als «vier Tenöre» auftreten. Doch mit dem «Four Brothers»-Sound aus den Tagen von Woody Herman selig hat seine Musik wenig zu tun, und noch weniger mit jenen Kraftmeiereien, wie sie in den Fünfzigern/Sechzigern einmal Mode waren: jenen immer etwas sportiv-machohaften battles zwischen konkurrierenden Hörnern. Sieverts schreibt zwar zugängliche, aber gleichzeitig ganz schön raffinierte Arrangements, und er setzt ein sehr ausdifferenziertes Instru ...