Ihre besten Zeiten hat die Geschwindigkeit hinter sich. Rührend, als der Futurist ÂFilippo Tommaso Marinetti noch das Rasen als künstlerisches Manifest feiern und auf der Leinwand ein herannahender Dampfzug die Zuschauer erschrecken konnte. Inzwischen haben die Visionen der Vergangenheit das Tempo ad absurdum geführt: Schneller geht’s nicht mehr; der Raum, den die Beschleunigung braucht, ist aufgebraucht, nichts mehr wert.
Nirgendwo sieht man das so deutlich wie im Kino – und ganz besonders in Tony Gilroys «The Bourne Legacy», der jüngsten ÂVariante der Jason-Bourne-Hetzereien. Bevor man sich entschloss, die Trilogie fortzuführen, gab’s heftigen Zoff mit Stammhalter ...