Die Fassade ist gräulich, das Haus im Winterthurer Problemviertel Wülflingen wirkt heruntergekommen. Am Eingang zum Keller hängt ein Plakat, das vor Einbrechern warnt. Bei einem der Klingelknöpfe ist immer noch der Name Hajan vermerkt, doch den zugehörigen Briefkasten hat jemand mit braunem Klebband überklebt. Darauf steht: «Weggezogen! Ins Ausland.»
Im ersten Stockwerk links befindet sich eine Dreizimmerwohnung. Hier hatte ein Drama seinen Anfang genommen, das Ende Januar ein blutiges Ende gefunden haben soll. Der 20-jährige Hajan wurde im syrischen Kobane angeblich Opfer eines amerikanischen Luftangriffs. Als er noch in Winterthur war, hatte er auf Facebook geschrieben: «O ...