Ich habe etwas gegen die Etikette «Sommerwein». Sie gibt gerade mal wieder, bei den gegenwärtigen Temperaturen nicht unverständlich, in Broschüren des gesamten Weinhandels unisono den Orgelton an. Klar, bei 36 Grad am Schatten steht auch mir der Sinn nicht nach Schwarzwäldertorte und hochprozentigen dichten önologischen Schwergewichten. Einmal abgesehen davon, dass sich bei dem, was vom Grill kommt, der Fettgehalt zuweilen kaum von einer Schwarzwäldertorte unterscheidet und zu einem argentinischen T-Bone-Steak ein happiger Malbec eher anzuraten ist als ein «Sommer»-Rosé aus der Provence. Nur sehe ich umgekehrt überhaupt nicht ...