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Realität geht vor Romantik
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Schweiz

Realität geht vor Romantik

Zwei Fremdsprachen in der Primarschule sind zu viel. Statt eine sachliche Diskussion zu führen, versucht Bundesrat Alain Berset (SP) die Sprachenfrage zur nationalen Überlebensfrage zu stilisieren. Dabei stellt er sich über die Verfassung.
Eigentlich handelte es sich um reine Routine. In der Sessions-Fragestunde arbeiten die Bundesräte tagesaktuelle Sorgen und Sörgelchen aus dem Parlament ab. Im Dutzend und im Zweiminutentakt. Was in der Woche zuvor in den Medien Schlagzeilen machte, wird in der Regel als Frage im Nationalrat rezykliert und von den zuständigen Departementsvorstehern in ein paar Sätzen abgewickelt. Für einmal sorgte eine bundesrätliche Antwort indes für ungewohnte Aufmerksamkeit: Innenminister Alain Berset (SP) nahm Stellung zur Sprachenfrage in der Primarschule. Gemäss den gesetzlichen Vorgaben sollten sich Schüler am Ende ihrer obligatorischen Schulzeit in ­einer zweiten Landessprache und einer weit ...
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