Mit vier Büchern in fünf Jahren hat der 28-jährige Schriftsteller Daniel Kehlmann bewiesen, dass er ein ebenso konstanter wie einfallsreicher Erzähler ist. Bislang war sein Erzählen immer auch mit philosophischen Fragestellungen verknüpft: Das Changieren der Realität zwischen Sein und Schein und das Phänomen der Zeit als geraffte Erinnerung hat er in spannende Geschichten umgesetzt.
Auch sein fünftes Buch, der Roman «Ich und Kaminski», spielt mit der Wirklichkeit und ihrer scheinhaften Darstellung, und was es so leicht und schwungvoll macht, ist der Charme, mit dem Kehlmann gleichsam nebenbei Kunstjournalismus und Kunstbetrieb auf die Schippe nimmt. Doch sein zentrales Thema ist d ...