Kommt in Frankreich, dessen Politik seit zwei Jahrhunderten vom Kampf zwischen Revolution und Reaktion geprägt ist, im Mai die Mitte an die Macht? Anfang Woche hat sich im irrsten Wahlkampf seiner Geschichte die neue Rangordnung für den ersten Wahlgang verfestigt: Marine Le Pen 27 Prozent – stabil. Emmanuel Macron 25 Prozent – Tendenz steigend. François Fillon käme mit 20 Prozent nicht in die Stichwahl. Sie würde Macron gewinnen.
Kein Plan B
Damit erreicht Macron erstmals einen höheren Anteil als Benoît Hamon (Sozialist) und Jean-Luc Mélenchon (Front de gauche, Linke) zusammen. Der Zentrist François Bayrou hat zugunsten von Macron auf eine eigene Kandidatur verzichtet. Sogar g ...