Nach wie vor fällt es schwer, ihre Namen auseinander zu halten, geschweige denn, dass man sie sich merken könnte. Derzeit bewegen sich chinesische Künstler marktmässig auf schwindelerregender Höhe. Trotzdem hat es nur ein kleiner Teil geschafft, sich mit einem ausgeprägten Profil in der Kunsterfahrung der westlichen Welt festzusetzen. Die Vermarktung läuft nach wie vor über das Label «Made in China». So sieht das Gros der chinesischen Kunst, die bei uns ausgestellt wird, sehr chinesisch aus. Kalligrafie, rosarote Kirschblüten, naturalistische Malerei, mit einem «Schuss» Motivik von McDonald’s versetzt: Das ist die längst selbst zum Klischee geronnene Klischeevorstellung zeitg ...