Kropf. Das Wort klingt so hässlich wie die Krankheit, die damit beschrieben wird. Wer eine «Struma» hat, wie Mediziner den volkstümlichen Kropf nennen, leidet an einer Schilddrüsenvergrösserung. Das betroffene Gewebe schwillt an, bis im Extremfall eine Art Hautsack am Hals entsteht, eben der Kropf unter dem Kopf. Dabei handelt es sich um eine klassische Mangelerscheinung (häufigste Ursache ist fehlendes Jod), die besonders im alpinen Raum weit verbreitet war. Ende des 19. Jahrhunderts wurde jeder zehnte Rekrut in der Schweiz wegen eines Kropfs für dienstuntauglich erklärt.
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