«Ich bin und bleibe ein schlichter tschechischer Musikant.» Auch wenn Antonin Dvorak diese Selbstbeschreibung einst höchstpersönlich in die Welt setzte, lässt sie sich ohne Mühe widerlegen. Denn wie hätte sonst ein Komponist in England mit dem hoch entwickelten Musikleben der Viktorianischen Epoche derartige Erfolge feiern können? Wie hätte er als hoch geschätzter Lehrer eine solch grosse – und treue – Schülerschar um sich versammeln können? Und wie hätte er die organisatorischen Probleme eines Konservatoriums, das er in New York wie in Prag als Direktor leitete, bewältigen können? Ein waschechter Musikant war Dvorak höchstens in den Anfängen, als er seine Existenz in de ...