Auf diese Liste gehört «Nachwelt» von Marlene Streeruwitz. Bestsellerlisten und Abstimmungsresultate haben auf mich dieselbe deprimierende Wirkung: Es kommt immer das heraus, was man nicht haben wollte. Daher halte ich mich an das Diktum von Irina Liebmann: «Ein Freund von Bestsellerlisten ist ein Feind der Literatur.» Dennoch gibt es Werke, denen man ein grösseres Publikum wünschen würde – «Nachwelt» eben. Ein Amerika-Roman über die Tochter von Anna Mahler. Ein Roadmovie in Buchstaben und eine vielschichtige Reflexion über die Zusammenhänge von Kunst, Geschichte und Tradierung.
Marlene Streeruwitz: Nachwelt. Fischer-Taschenbuch-Verlag. 398 S., Fr. 19.70Nicole Müller ist Schr ...