Christian Seiler: Gut, dass es R.E.M. gibt. Ihr neues Album «Around The Sun» zeigt, dass es auch stadionfüllende Supergruppen gibt, denen kein Risiko zu gering ist. Die Jungs unternehmen tatsächlich ein Wagnis: Sie sind entspannt genug, um dreizehn Songs einzuspielen, deren Groove man als Plätschern missverstehen könnte, dabei handelt es sich um erwachsene, hochkarätige Popsongs, wenn auch ohne grosses Schielen auf einen potenziellen Hit.
Albert Kuhn: Ich habe R.E.M. vor allem via Radio und ihre Singles mitgekriegt. Mir waren und sind sie als Institution sympathisch – musikalisch vor allem aus ihren früheren Werken bis zum Höhepunkt, dem Album «Automatic For The People». «Aroun ...