Als Gerichtsreporter habe ich schon Hunderte von Prozessen verfolgt, doch der von René Osterwalder stellt sie alle in den Schatten. Assistiert von seiner zwanzigjährigen Geliebten, einer Jus-Studentin aus bestem Haus, hatte der Mittdreissiger, ein erfolgreicher Unternehmer und IT-Pionier, mehrere Babys entführt und in stundenlangen Sessionen aufs Unsäglichste gefoltert. Es grenzte an ein Wunder, dass sie alle überlebten. Für den Fall der Fälle hatte Osterwalder ein Aquarium mit Piranhas und ein Fass voller Salzsäure zur Beseitigung der Leichen bereitgestellt.
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