Alessandra Cambi Favre-Bulle, Vizepräsidentin des Genfer Kriminalgerichtes, hat schwierige Tage vor sich. Aufgrund vager Indizien und Kronzeugen-Aussagen hatte das Gericht unter ihrer Regie den ehemaligen politischen Chef der Nationalpolizei von Guatemala im Juli 2015 wegen angeblicher Gefangenen-Exekutionen zu «lebenslänglich» verurteilt. Als das Bundesgericht das Urteil im letzten Juli wegen Willkür und anderer fundamentaler Mängel annullierte, schaltete Cambi Favre-Bulle auf stur. Gegen ihren erbitterten Widerstand musste Sperisen nach fünf Jahren Untersuchungshaft beim Bundesgericht seine Freilassung erzwingen («Bertossas Rückzugsgefec ...