Revoluzzer in Filzpantoffeln
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Revoluzzer in Filzpantoffeln
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Revoluzzer in Filzpantoffeln

Wo immer Pater Lukas Niederberger wirkt, gibt es Wirbel: In CVP-Landen warb er für linke Politiker, er traute Schwule in der Kirche, betete für einen Massenmörder und versteckte abgewiesene Asylanten. Nun will er die Schweiz mit einer neuen Landeshymne beglücken.
Die Büros der Schweizerischen Gemeinnützigen Gesellschaft (SGG) befinden sich in ­einem Altbau an der Schaffhauserstrasse in der Nähe der Universität von Zürich – geschmackvoll eingerichtet, aber nüchtern, nichts Pathetisches. So wie das zu erwarten ist vom Verein, der über die Rütliwiese wacht und sich seit 200 Jahren der Gemeinnützigkeit verschrieben hat. Und eigentlich, so scheint es wenigstens auf den ersten Blick, passt der adrett gekleidete Hausherr, der uns in Filzpantoffeln empfängt, perfekt zu dieser Institution. Lukas ­Niederberger ist ein sanfter und freundlicher Mann, einer, der zuhören kann, auf sein ­Gegenüber eingeht und mit Bedacht redet. Niederbergers politi ...
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