Zwei Frauen streiten um einen Säugling, Âeine jede behauptet, sie habe ihn zur Welt gebracht. König Salomon, der über den Fall richten soll, hört den Zankenden eine Weile zu, dann lässt er sich ein Schwert bringen. Er werde nun, so kündigt er an, das Kind in zwei Teile schlagen, so dass jede Frau eine Hälfte habe. Die eine ist damit einverstanden. Die Âandere verzichtet unter diesen Umständen auf die Mutterschaft – worauf Salomon ihr den Säugling zuspricht. Indem sie das Wohl des Kindes über ihre eigenen Interessen stellte, hatte sie bewiesen, dass sie die Mutter war.
Dieselbe Geschichte in einem anderen Gewand findet sich bei der chinesischen Dichterin Li Qingzhao (12.  J ...