Beethoven, bei dem sei doch vieles so «durch Nacht zum Licht», spottete einst Hanns Eisler. Ganz ohne Ironie taugt der Scherz als Motto für Österreichs Weine. Ohne den tiefen Fall in den achtziger Jahren kein Aufstieg in die heutigen Höhen. Weil mein Freund Christian Seiler, scheinbar Kosmopolit, in Wahrheit ein geradezu mystischer Lokalpatriot, mir seit Jahren Österreichs Weine über den grünen Klee lobt (resp. über den smaragdenen Grünen Veltliner), habe ich immer etwas gemauert gegen so viel ungebrochene Austrophilie.
Ein paar Tage vor Ort reichten nun für eine Art paulinische Erweckung. Was im Burgenland, in der Steiermark, an der Donau im Kamptal, Kremstal oder in der Wachau ...