Ob an einer Kunstmesse oder in einem Museum: Wenn man einem Bild mit überdimensionierten Rastermustern begegnet, dann ist es ein Leichtes, dieses als «einen Sigmar Polke» zu identifizieren. Der Deutsche gilt als einer der wichtigsten Künstler der Gegenwart, und die grossformatigen Gemälde des 64-Jährigen bewegen sich auf einem Preisniveau, das sechsstellig ist. Wem dies suspekt oder ungerechtfertigt vorkommt, dem sei die aktuelle Ausstellung im Zürcher Kunsthaus empfohlen. Dass Marktgängigkeit und Bedeutung, künstlerische Komplexität und spielerische Lust keinen Widerspruch darstellen, ist die vielleicht banale, aber sehr wesentliche Erkenntnis, die der Schau abzugewinnen ist.
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