«Ich entschuldige mich – das neue politische Bussritual.» So lautete der Titel einer Abendveranstaltung, die im Beisein hochkarätiger Universitätsphilosophen kürzlich im Foyer des Zürcher Ringier-Pressehauses über die Bühne ging. Der Abend streifte das Absurde. Auf dem Podium diskutierten berufene Köpfe über die Notwendigkeit von Vergebungsbitten in der aktuellen Politik. Im Saal sassen die Exponenten eines Medienkonzerns, der in letzter Zeit vieles getan hat, nur eines nicht: sich für eine rufmörderische Kampagne zu entschuldigen, die einen Botschafter den Kopf gekostet und ein Bundesdepartement in Verlegenheit gebracht hat. Es ist durchaus irrelevant, welche Aussagen nun sti ...