Nach Rio reist man mit Stefan Zweig im Kopf. Schon vor seinem Exil hatte er dem Land eine Hymne gewidmet. «Brasilien – Ein Land der Zukunft» ist ein Buch wie Friedrich Siegburgs «Gott in Frankreich». Grossartig und voller Klischees, die sich nur dem fremden Blick erschliessen. Eine Liebeserklärung, die dem Geliebten schon damals ein bisschen befremdlich vorkam und deren Gemeinplätze von der Gegenwart auf eine harte Geduldsprobe gestellt werden.
Uneingeschränkt hilft die literarische Anleitung dem zeitgenössischen Reisenden bei der Bewältigung der überbordenden Schönheit der schönsten Stadt der Welt. Die Favelas beschreibt der Dichter in der Sprache der Welt von gestern, in ...