In einer Glosse in der Weltwoche habe ich mich über Christoph Mörgeli und seinen Hang zur simplifizierenden Erklärung komplexer Probleme lustig gemacht. Ich bin nicht freundlich mit ihm umgegangen; in der Kritik an jemandem, der gerne den argumentativen Zweihänder einsetzt, greift man nicht zum Flederwisch.
Dass ich ein paar unfreundliche Briefe bekam, stand zu erwarten. Ich wäre fast ein bisschen enttäuscht gewesen, wenn keiner eingetroffen wäre. Aber einer von ihnen hat mir zu denken gegeben. Denn dort stand: «Mit Hetzartikeln wie dem von Ch. Lewinsky gegen Ch. Mörgeli (...) schüren auch Sie den aufkommenden Antisemitismus.» Natürlich ist der Vorwurf absurd. Oder hätte ich, vo ...