Wie viel Heimat braucht der Mensch? Und was ist es eigentlich, das einen Ort zur Heimat macht? Die Menschen? Die Landschaft? Oder etwa die Sprache?
Wer länger im Ausland gelebt hat, weiss, wie wichtig die Sprache ist, um Heimat festzumachen. Sie stiftet Identität, bindet einen in eine Gemeinschaft ein. Wer eine andere Sprache spricht, wird misstrauisch beobachtet, heimlich belächelt oder offen ausgelacht und oft genug als Fremder ausgestossen.
Diese Erfahrung hat der irische Autor Hugo Hamilton in seiner Kindheit im Dun Laoghaire der fünfziger und sechziger Jahre gemacht: Seine Mutter Irmgard, sie stammt aus einer kleinen Stadt am Niederrhein, reist nach Kriegsende auf einer Pilgerreise ...