In Frankreich lodern die traurigen Leidenschaften, eine «Verwilderung» macht der Innenminister aus, von «Entzivilisierung» spricht der Staatspräsident. Das Land ist für seine Bewohner unsicher geworden, die Republik ist erschüttert. Und jetzt verliert die verunsicherte Nation auch noch – es sind die Schlagzeilen der Zeitungen – ihren «letzten Giganten» und ihr «moralisches Gewissen»: einen Politiker, der keiner war, aber als Justizminister zur Instanz wurde. Fünf Jahre lang hatte Robert Badinter das Amt während der Präsidentschaft von François Mitterrand ausgeübt. In den überschwänglichen Nachrufen wird seine Bilanz als zivilisatorischer Fortschritt gewürdigt: di ...