Mitte September, kurz vor der slowakischen Parlamentswahl, gab der Oppositionsführer Robert Fico eine Pressekonferenz. Eine Journalistin der Deutschen Welle fragte ihn mit besorgter Stimme: «Warum verbreiten Sie die Propaganda von Putin? Denken Sie, das macht Sie beliebter?»
Fico antwortete: «Wer heutzutage in Europa für eine friedliche Lösung ist, gilt als prorussisch. Warum lassen Sie uns nicht das Recht, unsere eigene Meinung zum Konflikt in der Ukraine zu sagen? Wir sind nicht verpflichtet, die Rhetorik der USA oder der EU zu wiederholen. Wir sind die souveräne Slowakische Republik. Warum soll ich um jeden Preis das erzählen, was Ihr Bundeskanzler erzählt? Die Slowak ...