Ich komme von Zürich her, Hürzi und Emil kommen von Wil, in Aadorf treffen wir uns. Und wir umstaunen, bevor wir loslaufen, den Bahnhof, der durch aussergewöhnliche Details besticht: Der Kamin ist als Burgzinne gestaltet, Bogenportale prägen die Geleiseseite, in auffallender Eleganz sind die tragenden Säulen geschnitzt. Ausserdem gibt es hier statt eines Wartesaals einen Blauen Salon im Jugendstildekor. Und wozu der Pomp? Für den deutschen Kaiser Wilhelm II. anlässlich dessen Schweiz-Visite 1912. Am 4. September war es so weit. Wilhelms Sonderzug brauste auf dem Weg zu den Manövern bei Wil von Zürich heran – er fuhr aber leider vorbei, ohne zu halten.
Arme Aadorfer, wir schmunzel ...